Der Wert von Gewohnheiten

Wer treuer Follower von pen & pages auf Instagram ist, hat es sicher schon mitbekommen: Ich bin seit kurzem Teil des neuen Podcasts „Velvet Underground“, den ich gemeinsam mit Chantal Hofer vom Samt & Zucker Conceptstore und Franziska Krois, Fotografin und Marketing Expertin, einmal wöchentlich veröffentliche. 

Vor Kurzem hatten wir im Podcast das Thema „Routinen und Gewohnheiten“. Und wir sind alle drei tatsächlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen, ob wir Gewohnheiten nun toll finden oder doch eher lästig. Auf eine Sache konnten wir uns jedoch einigen: schlechte Gewohnheiten abzulegen oder neue Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren ist oftmals schwerer als gedacht! 

Ich glaube der Grund, weshalb uns Änderungen von Gewohnheiten oft so schwerfallen, ist, dass wir denken große Erfolge und Veränderungen erfordern auch große Handlungen. Dadurch erscheint das Ziel schon zu Beginn so schwer und unerreichbar, dass wir vorschnell aufgeben oder – schlimmer noch – gar nicht erst anfangen. Der Wert kleiner Gewohnheiten und kleiner Änderungen wird einfach unterschätzt.

Kleine Änderung, große Wirkung

Jeden Tag für sich betrachtet ist eine kleine Gewohnheit nichts, was großartig etwas verändert. Über einen langen Zeitraum betrachtet jedoch schon! Weil das im Alltag auch nicht so offensichtlich ist, nimmt man schlechte Gewohnheiten nicht so ernst. Der Wert einer guten Gewohnheit und der Preis einer schlechten Gewohnheit wird daher oft erst nach vielen Jahren ersichtlich. 

Bestes Beispiel dafür ist eine ungesunde Ernährung und die daraus resultierenden Konsequenzen im Alter. Für den einzelnen Tag ist es egal, ob man ungesund isst. Aber der Wert dieser ungesunden Ernährung vervielfacht sich, wenn man diese wiederholt. Und in diesem Fall leider ins Negative. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch mit guten Gewohnheiten: Für den einzelnen Tag ist das nur eine kleine, gute Sache, die man tut – wie z.B. 15 Min Sport. Aber macht man das täglich, vervielfacht es sich und dein Körper wird es dir danken.

Du siehst also: eine leichte Veränderung im Alltag kann das Leben langfristig in eine ganz andere Richtung lenken! Aber genug von dem erhobenen Zeigefinger. Wie schaffe ich es denn nun, Gewohnheiten zu etablieren oder abzustellen?

Ziel bei einer Gewohnheit ist es, ein Verhalten so oft zu wiederholen, dass es sich irgendwann automatisiert. Wie das Zähne putzen. Das dient dazu, dass du möglichst wenig Energie und Aufwand im Leben dafür aufbringen musst. Denn dein Gehirn liebt den Energiesparmodus!

Der Weg ist das Ziel

Leider reicht es nicht aus, dass dein Verstand weiß, dass ein bestimmtes Verhalten besser so wäre. Dein Gefühl, dein Herz muss auch mitspielen. Es geht primär also nicht um das Endergebnis, sondern um die Abläufe, die zu dem Ergebnis führen. Also der Weg dorthin muss dir Freude bereiten. Tut er das nicht, ist es ein einziger Krampf für dich es durchzuziehen.

Was ich damit auch meine: Das gewünschte Verhalten muss mit deinen inneren Überzeugen und Werten übereinstimmen. Gewohnheiten lassen sich schwer ändern, wenn deine grundlegenden Überzeugungen, die für dein bisherigen Verhalten verantwortlich sind, gleichbleiben. Dann hat man zwar einen neuen Plan und ein neues Ziel, aber nicht geändert wer man ist und wie man darüber bzw. über sich denkt. Jeder Mensch möchte dem eigenen Selbstbild entsprechen und sich so verhalten, dass es zu den eigenen Überzeugungen passt. Redest du dir beispielweise ein, du seist „einfach nicht sportlich“, wird es schwierig für dich sein drei Mal die Woche Sport in deinen Alltag zu integrieren.

Also: Entscheide, was für ein Mensch du sein möchtest und beweise dir diese Identität in kleinen Schritten immer wieder! 

Planer-Verrückte haben es beim Tracken von Gewohnheiten leicht: Im Shop findest du auch Einlagen für deinen Planer, die bereits Habit Tracker enthalten, wenn du sie dir nicht selbst zeichnen möchtest. Z.B. unsere Planner Cards „Routinen“ oder unsere Foldouts

Um dir die Umsetzung neuer Gewohnheiten einfacher zu machen, habe ich hier die besten Tipps für dich zusammengestellt:

Halte es einfach!

Versuche mit möglichst geringem Aufwand schnell kleine Erfolge zu schaffen. Welche Tätigkeiten bringen dir schnell ein gutes Gefühl? Gute Gefühl möchte dein Körper natürlich gerne wieder spüren, eine Wiederholung wird dir also nach und leichter fallen.

Es muss lohnenswert sein

Deine neue Gewohnheit muss auch lohnenswert sein. Mach dir klar, warum du diese Gewohnheit ablegen oder etablieren möchtest und visualisiere, wie es sich anfühlen wird, wenn du das erreicht hast.

Klare Strategie

Mach dir Gedanken über deine Strategie. Wenn du bereits im Vorfeld den klaren Ablauf weißt, dir eine Strategie zurecht legst für mögliche Hindernisse, wird es dir das im Ernstfall extrem erleichtern. Du weißt dann schon was zu tun ist, musst keine Entscheidung im Affekt treffen, denn du bist darauf vorbereitet.

Belohne dich

Belohne dich am besten unmittelbar, nicht zeitverzögert. Das weckt positive Emotionen, macht Spaß und erhöht die Chance, dass man die Gewohnheit wiederholt. Was sofort belohnt wird, wird wiederholt. Was sofort bestraft wird, wird vermieden.

Verknüpfe Gewohnheiten

Die einfachste Sache eine neue Gewohnheit zu etablieren, ist es, sie mit einer schon bestehenden Gewohnheit zu verknüpfen! Führe also deine neue Gewohnheit zusammen mit (oder nach) einer bestehenden aus.

Such dir Verbündete

Gemeinsam ist es einfacher und man erfährt zusätzlich Unterstützung, wenn man mal einen Hänger hat. Suche dir ein Umfeld, die deine neue Gewohnheit feiern bzw. für die das selbstverständlich ist.

Halte die Gewohnheiten im Blick

Das wird Planer-Verrückten sicher leicht fallen: halte deine Gewohnheiten mit einem Tracker im Blick. Es ist sehr befriedigend etwas abhaken zu können. Außerdem fällt es dir so leichter dir Etappen festzulegen, nach denen du dir eine Belohnung gönnen kannst.

Wiederholen, wiederholen, wiederholen

Das ist wohl der Schlüssel für jede Gewohnheit: die Wiederholung! Nur Üben/Wiederholen führt zu neuen Gewohnheiten, nicht die Planung! Komme also ins Handeln. Die Häufigkeit der Wiederholungen ist hier auch wichtiger als die Dauer. Einmal aussetzen ist ein Versehen. Zwei Mal aussetzen ist der Beginn einer neuen Gewohnheit!

Ich hoffe sehr, dass die die Tipps bei der Umsetzung deiner Vorhaben helfen! Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen 

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